Sonntag, 14. Juni 2015

Wie man gleichzeitig tot und lebendig sein kann

Wazup ma nigahz, lang nichts mehr geschrieben und son Scheiß, das echte Leben hatte mich in letzter Zeit ziemlich im Griff. Eigentlich hat es das immer noch.

Neben der guten Nachricht, dass ich nun aktiv Geld in einem Kollektiv verdiene, gibt es zahlreiche weniger gute wie die Zukunft meines Studiums, die scheinbar ausweglose Therapie (darüber ein andernmal) und ein schleichender Zustand, dessen Auswirkungen ich in letzter Zeit mehr und mehr spüren kann - ich nenne es "das innere Vakuum". Das Gefühl, keinerlei Gefühle mehr an sich ranlassen zu können und innentechnisch tot zu wirken - falls das natürlich Sinn ergibt.

Freundschaftlich ist alles absolut tot und vermutlich irreversibel -somit fällt die Komponente schon mal weg. Alles drüber ist eh seit langem abgestorben; insgesamt ist auf der menschlichen Ebene also nichts mehr vorhanden und ich kann mich auf so ziemlich alles andere als das konzentrieren. Ich hab mal von Menschen gehört, die total einsam und alleine sind und trotzdem gut damit leben können...oder eben funktionieren. Wie sehr ich einfach nur funktionieren möchte. Klinge irgendwie wie ein abgelaufener Android mit Stromkreislaufstörungen.

Ansonsten werd ich mir alle Mühe geben, nicht vorsätzlich abzukratzen und vor allem selbst dazu nichts beizusteuern. Und wie man mit dem eisigen Vakuum in einem umgehen kann, da bekomme ich hoffentlich noch Hilfe von der Therapeutin. Leben im poetischen Sinne werde ich wohl nicht, aber zumindest im existenziellen. Das ist ja schon mal was.


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